Funding

BIHAM erhält erstmalig Unterstützung vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF).

Das BIHAM koordiniert zwei Forschungsprojekte zur Verbesserung der klinischen Praxis beim Darmkrebsscreening und von Medikamenten bei Patienten mit multiplen chronischen Erkrankungen im Rahmen des National Research Project (NRP) 74 "Smarter Medicine" des Schweizerischen Nationalfonds (SNF).
 

Prof. Dr. med. Reto Auer und sein Team erhielten ein Stipendium für die Studie:

"Gemeinsame Entscheidungsfindung bei Darmkrebsscreening in der Grundversorgung: eine Cluster-randomisiert kontrollierte Studie"

PMCRC-Studie

  • In der Schweiz wird nur einer von fünf Personen auf Darmkrebs getestet. Viele Menschen erhalten keine Informationen über das Testen und sind sich nicht bewusst, dass sie zwischen zwei Tests (Koloskopie oder Stuhlprobe) wählen können. Zum Beispiel erhalten einige keine Informationen über das Screening, manche erhalten nur Empfehlungen für die Koloskopie, und nur wenige werden über beide Tests informiert.
  • Diese Studie wird die Screening-Aktivität von Hausärzten messen und die Hausärzte werden dann die Möglichkeit haben, ihre Praxis und ihre Erfahrungen mit ihren Kollegen zu diskutieren. Unser Ziel ist es, den Anteil der Patienten, denen beide Screening-Optionen angeboten werden zu erhöhen und Unterschiede in Screenings Methoden zwischen Hausarztpraxen zu reduzieren. Wenn allen Patienten beide Entscheidungen angeboten werden, sollten wir eine gleichmäßigere Verteilung der Screening-Methoden in der Praxis sehen.
  • Die Studie umfasst eine Querschnittsumfrage und eine Cluster-randomisiert kontrollierte Studie. Die Studie wird offiziell am 1.4.2017 beginnen.

 

Dr. med. Sven Streit, Professor Nicolas Rodondi und ihr Team erhielten ein Stipendium für die Studie:

"Optimierung der Pharmakotherapie bei den multimorbiden Älteren in der Grundversorgung: eine Cluster-randomisierte kontrollierte Studie"

OPTICA-Studie

  • Patienten mit multiplen chronischen Erkrankungen nehmen oft zu viele Medikamente ein oder nehmen Medikamente mit unangemessenen Indikationen ein. In der täglichen Praxis gibt es oft begrenzt Zeit, um systematisch jede Medikamentenliste aller Patienten zu untersuchen. So können Medikamenten-Interaktionen übersehen werden, zu viele oder unangemessene Medikamente verschrieben werden oder es können sich die Gesundheitsrisiken und –kosten erhöhen, wenn Patienten Medikamente falsch einnehmen.  Elektronische Entscheidungsassistenten können Hausärzten helfen Medikamente zu überprüfen und unerwünschte Nebenwirkungen zu begrenzen.
  • Diese Studie wird feststellen, ob elektronische Entscheidungsassistenten für Hausärzte geeignet sind, um entsprechende die Medikation und auch die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Es wird auch eine qualitative Komponente der Forschung geben, um festzustellen, wie Hausärzte das Werkzeug in ihre Praxis integrieren. Die Studie beginnt am 1.5.2017.